Januar 2007
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Im neuen Jahr soll's gleich mit neuem Schwung weiter gehen. Deshalb wurde eine Propan- Gasflasche gekauft und ein Heizstrahler darauf montiert. Der soll schön warm geben, wenn in der Freiluftwerkstatt - dem Carport - gewerkelt wird. Der Carport hat in der Zwischenzeit auch eine Beleuchtung bekommen, insgesamt 3 Neonleuchten erhellen nun bei Bedarf die "Werkstatt". Es muss nun auch der Strom nicht mehr über ein Verlängerungskabel aus der Garage her gebracht werden, es hat nun auch einen Stromanschluss im abschließbaren Abstellraum hinter der Stellfläche. Bei besserem Licht betrachtet frage ich mich nun, was ich da letztes Jahr im trübem Schein meiner Arbeitsleuchte von Aldi zusammengebastelt habe. Der Motor sitzt ja total schräg auf dem Chassis :-O |
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Aber zum Glück liegt das nur daran, dass die original Gummilager, über die der Motor am Chassis angeschraubt ist, durch den einseitigen Zug der Kette schief sitzt. Man kann - ja man muss - den Motor per Hand gerade drehen. Das macht es nicht gerade leicht, die vorderen Haltepunkte stabil mit dem Chassis zu verbinden. Ich habe ja noch den unteren Teil des Motorradrahmens mit den passenden Bohrungen, Hülsen und Aufnahmen für den Motor. Vielleicht lässt sich das recyceln ? Nach längerem hin und her stellt sich aber heraus, dass das mehr Aufwand macht, als etwas völlig neues zu konstruieren. Also wird der Motor so genau wie möglich ausgerichtet und in dieser Postition festgezurrt. Das dauert alleine eine ganze Weile. |
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Anschließend werden zwei Dreiecksbleche herausgesucht mit denen der Motor bereits früher im Motorrad eingebaut war und diese an die beiden oberen vorderen Aufnahmepunkte angeschraubt. Dazu passend wird je ein Rohr auf die ungefähre Länge geschnitten und für das Anschweißen am Rahmenrohr vorbereitet. Nun wird's etwas fummelig. Die Kettenspannung und die Kettenflucht werden noch einmal genauestens kontrolliert und auch korrigiert bevor die Löcher zur Befestigung der Dreiecksbleche an dem Rohr gebohrt werden können. |
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Zur Probe wird das ganze fest geschraubt und die Kettenflucht und Kettenspannung nochmals kontrolliert. Sieht prinzipiell gut aus. So wie der Motor jetzt auf dem Chassis steht, ist die Kette recht stramm und hat sehr wenig Spiel. Fest geschweißt werden kann das aber noch nicht. Die Schraubverbindungen dürfen nicht einfach quer durch das Rohr führen. Die Auflagefläche des Dreiecksblechs auf dem Rohr ist nur sehr klein, Vibrationen wirken daher nur auf eine kleine Fläche ein was zu sehr großem Verschleiß führen wird. Die Rohre müssen mit Einschweißhülsen versehen werden um die Krafteinleitung in das Material über eine größere Fläche zu erreichen. Diese Hülsen müssen erst noch hergestellt oder beschafft werden. |
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Es stellen sich nun weitere Fragen: - Wie wird der Motor mit den beiden
hinteren oberen Aufnahmen am Chassis befestigt ? Zu diesen Fragen - und auch den Hitzeschutz betreffend - gibt es bereits ein Konzept, aber der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail. Es bleibt also trotz konkreter Vorstellungen darüber wie es weiter geht spannend. |
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Letzte Woche mußte ich geschäftlich mehrmals nach Koblenz. Es klappte auch - trotz Schneechaos - zumindest auf den zweiten Anlauf. Am ersten "Chaostag" war kein Durchkommen. Nach 5 1/2 Stunden hatte ich erst 120 km geschafft :-( Aber beim zweiten Versuch klappte es und ich besuchte Timo auf dem Rückweg. Er hat eine Drehbank und hilft mir die Einschweißhülsen herzustellen. Eigentlich hat er's selber gemacht, seine Drehbank hat so viele Hebel dass man dafür einen Lehrgang braucht. Anschließend werden noch die größeren Löcher in die Rohre gebohrt und die Hülsen eingeschweißt. |
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Zu Hause schleife ich die Hülsen noch auf Maß - sie müssen ja gleich weit aus dem Rohr hinausragen damit die Dreiecksbleche nach dem Anschrauben nicht schief sind. Dann wird das ganze wieder am Motor angeschraubt und die Kettenspannung sowie die Kettenflucht nochmals kontrolliert. Es paßt alles. Die normalen Muttern die man auf den Bildern sieht, werden nach dem Lackieren selbstverständlich durch selbstsichernde Muttern ersetzt. |
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Die vorderen unteren Aufnahmepunkte des Motors sind so dicht am Motorblock, dass mit einem Rohr mit Einschweißhülse nur sehr schwer beizukommen ist. Hier will ich einfach ein Rohrende platt drücken und in das plattgedrückte Ende ein Loch bohren und das Rohr so am Motor anschrauben. Timo hat auch einen hydraulischen Spreizer in seiner Werkstatt. So einen, den die Feuerwehr einsetzt um verklemmte Türen an Unfallfahrzeugen zu öffnen. Der hat nicht nur Kraft beim Spreizen sondern auch beim schließen. Der ist stark genug um das in Frage kommende Rohr platt zu drücken. |
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Die platt gedrückten Rohrenden werden gebohrt und die Enden rund geschliffen. Dann werden sie auf die passende Länge gebracht und so zurecht geschnitten, dass sie möglichst großflächig am Rahmen und an den anderen Rohren verschweißt werden können. Fertig geschweißt wird heute noch nichts, das wird erst gemacht, wenn auch die Verankerungsbleche für die Überrollbügelstummel und die Überrollbügelstummel selbst fertig vorbereitet sind. Das sollte noch diesen Monat geschehen - ich muß wohl einen Tag Urlaub dazu verwenden. |
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Ja, richtig gelesen ! Überrollbügelstummel. Damit der Motor später auch wieder ausgebaut werden kann, wird nicht ein komplett einteiliger Überrollbügel eingeschweißt sondern ein zweiteiliger. Das Oberteil wird in das Unterteil hineingesteckt werden und mit Bolzen gesichert werden. Die Unterteile des Überrollbügels werden fest mit dem Chassis verschweißt und verstrebt und stabilisieren den Rahmen gegen Wippbewegungen. Die langen Rohre des Motorhalters werden ebenfalls in den Verstrebungsverbund mit einbezogen werden. Das versteift den Motorhalter zusätzlich. |
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Ich nehme mir einen Tag frei um mein Planziel zu erreichen. Früh morgend geht es los. Ich richte weitere Teile her. Hier die Verankerungsbleche für den Überrollbügel. Die Bleche bestehen aus 4mm St37 Stahl. Am Kart - mit eingebautem Motor - wird der Montageort bestimmt und Maß genommen. Die Bleche werden ausgeschnitten und mit einer schönen Fase versehen damit die Schweißnahm später auch hält. |
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Anschließend
werden die Bleche "anprobiert". Die Bleche müssen exakt
so groß sein, dass sie mit den alten Blechen eine Ebene bilden.
Die abgeschnittenen Ecken der Bleche sind notwendig, damit die Schweißnähte
am Rahmen Platz haben.
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| Anschließend wird ausgemessen, wie lang die Überrollbügelstummel werden müssen. Etwa 40 cm müssen es sein. Auf die Stummel werden später Flansche geschweißt mit denen dann das Oberteil des Überrollbügels verschraubt werden wird. Es handelt sich hier um Rohre mit etwa 40mm Außendurchmesser und einer Wandstärke von 2mm. Sie bekommen ebenfalls eine Fase. | |
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Anschließend werden die vorderen Haltestreben angeschweißt. An einige Stellen kommt man schlecht ran weil der Motor einfach im Weg ist. Also werden die Streben, Verankerungsbleche und Überrollbügelstummel so weit verschweißt wie es geht und anschließend zum fertig schweißen der Klumpen ausgebaut. Das Chassis mit den vielen Rohrstummeln dran sieht irgendwie komisch aus. |
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Nachdem alles fertig geschweißt ist, wir der Motor wieder eingebaut. Die Kette ist nun nicht mehr so straff wie vor dem Ausbauen des Motors. Sie hat nun etwa 1 cm Spiel. Das ist zwar locker, aber noch nicht so locker, dass die Achse sich wild hin und her bewegen lässt oder dass gar ein Überschlag der Kette droht. Das Spiel, das die Achse durch das Getriebe hat, ist ungleich gößer. Anschließend wird noch ein Drahtmodell für das Oberteil des Überrollbügels hergestellt damit hier ein Rohr passend gebogen werden kann. |
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Vom Tag ist noch etwas übrig und ich mache mir Gedanken darüber wie das weitere Verstrebungskonzept aussehen könnte und wieviel Material dafür benötigt wird. - Es werden dafür noch etwa 3 m Rohr benötigt, man glaubt es kaum. Bevor die Verstrebungen im vorderen Bereich fertig gestellt werden können, muß jedoch der Auspuff gebaut werden. Vom Verlauf der Auspuffanlage sind
folgende Dinge abhängig: Unabhängig davon kann folgendes
getan werden: Viel Arbeit, bald geht's weiter. |
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Letzte Änderung: 24.02.2007