März 2007
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Gleich am ersten Wochenende treffen wir uns in Andreas' Werkstatt um ein gemeinsames Konstruktionswochenende zu verbringen. Rolf hat sich bereit erklärt, mir die Auspuffanlage für das Safetykart herzustellen. Im Vorfeld habe ich ihm die Außenmaße der Auspuffrohre vor und hinter dem Sammler bekannt gegeben damit Rolf die entsprechenden Bögen und Rohre besorgen kann. Als erstes wird der Original Auspuff des Mopeds zerlegt. Gebraucht werden die Anschlüsse an den Auslässen und die beiden Sammler. Die Endtöpfe sollen ebenfalls verwendet werden. |
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Sehr schnell hat Rolf die ersten beiden Krümmer hergestellt und zum Sammler geführt. Weil es konstruktiv weniger aufwändig ist, werden die jeweils nebeneinander liegenden Zylinder an den selben Sammler angeschlossen. Wollte man die Auspuffanlage optimal bauen, so müsste man die jeweils um 180° Grad versetzt zündenden Zylinder sammeln und die Krümmer jeweils exakt gleich lang zu machen.. Dies setzt aber gleichzeitig voraus, dass man vor dem Motor noch Platz hat, Krümmerrohre hintereinander zu kreuzen. Dieser Platz ist hier jedoch nicht vorhanden. Das Chassis soll auf gar keinen Fall noch einmal verlängert werden. |
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Am Abend ist es schließlich soweit. Beide Endtöpfe sind an ihrem Platz. Die Auspuffanlage ist eine klasse Arbeit. So schöne Schweißnähte habe ich selten gesehen. So etwas geht auch nur mit einem WIG Gerät. Wegen dem hohen Anschaffungspreis solcher Geräte wird mir diese Kunst wohl noch lange versagt sein. |
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Am nächsten Tag kann ich dann die Endtöpfe noch mit zwei Streben an derHinterachsaufnahme abstützen. Weil die Vibrationen hier recht stark sein werden, wird dafür jeweils ein 4mm Flachmaterial verwendet. Eventuell muss auf diese Streben noch eine Längsrippe aufgeschweißt werden damit seitliche Vibrationen und Fliehkräfte besser abgefangen werden. So werden die Schweißnähte der Auspuffanlage weniger belastet. |
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Andreas hat sich darum bemüht, anhand meines Drahtmodells ein Rohr für den Oberteil des Überrollbügels biegen zu lassen. Leider war aber im oberen Radius selbst ein weiterer Radius verborgen. Für mathematisch Begeisterte: Die zweite Ableitung war ungleich 0. Also wurden 2 Rohre gebogen, die jeweils ein halbes Überrollbügeloberteil darstellen. Die müssen in ihrem Biegewinkel noch geringfügig korrigiert werden und müssen anschließend zusammen geschweißt werden. |
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Zur Befestigung des Überrollbügel- Oberteils auf den Stummeln, sollen Flansche verwendet werden mit denen dann das Oberteil auf das Unterteil geschraubt wird. Im Moment standen leider nur 2 Flansche zur Verfügung. Deshalb konnte der Überrollbügel auch nicht fertig gestellt werden. Aber immerhin konnten die beiden Flansche an die Stummel geschweißt werden. Wenn die anderen beiden Flansche fertig sind, kann der Überrollbügel auch fertig gestellt werden. |
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An den Sitz werden ganz besondere
Anforderungen gestellt. Er muss genügend Seitenführungskräfte
aufbauen, damit man sich nicht am Lenkrad festhalten muss. Der Sitz wird so auf dem Chassis positioniert dass die Rückenlehne noch so viel Abstand zu den Krümmern hat, dass ein anständiger Hitzeschutz montiert werden kann. |
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Der Sitz ragt weiter nach vorne als der alte Sitz. Er ist insgesamt auch weiter vorne positioniert. Diese beiden Tatsachen erfordern, dass die Hauptbremszylinder (HBZ) und der Bremslichtschalter ebenfalls nach vorne verlegt werden müssen. Insgesamt etwa 10 cm. Also werden die Halter für die HBZ und den Schalter abgeflext, der Rahmen an den neuen Montagepunkten von Farbe befreit und die Halter an ihrer neuen Position wieder angeschweißt. |
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Nachdem die Bleche wieder abgekühlt sind, werden HBZ und Schalter wieder montiert und an die Pedale angeschlossen. Anschließend werden die Sitzstreben mit denen der alte Sitz befestigt war so gebogen, dass sie an der Verstrebung die zum Überrollbügelstummel führen angeschweißt werden können. Anschließend werden diese noch verschweißt. Das Material der Sitzstreben ist jedoch so dünn, dass mit dem MIG/MAG Gerät nur Löcher reingebrannt werden. Also muss hier nochmal Rolf mit dem WIG Gerät ran. Nun ist auch der Sitz fertig montiert. |
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Ein Konzept, wie der hintere obere Motorhalter "angefahren" wird wurde auch ausgearbeitet und das dazu notwendige Material hergerichtet sowie teilweise auch zugeschnitten und dann waren andere Dinge wichtiger. Schließlich wurde der Heimweg angetreten. Was den Fortschritt am Kart angeht war es ein sehr erfolgreiches "Bastelwochenende" an das ich noch lange zurück denken werde. |
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Das nächste Wochenende ist wieder nur am Samstag nutzbar. Ich bin wieder zu Hause in meiner "Freiluftwerkstatt" im Carport - von der Straße direkt einsehbar. Aus quasi öffentlichkeitswirksamen Gründen muss die Arbeit am Sonntag ruhen. Ich habe mir vorgenommen den hinteren oberen Motorhalter fertig zu stellen. Der Motorhalter wird den Motor gegen die Verstrebung abstützen. Dazu muss erst einmal ein Querrohr zugeschnitten und eingeschweißt werden. |
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| Die Schweißergebnisse mit Andreas' Gerät und mit meinem sind jedoch so gravierend unterschiedlich, dass ich zuerst einmal im Schweißgerät und danach im Druckminderer nach der Ursache suche. Der Druckminderer war dann schließlich schuld. Er hatte sich im Laufe der Zeit ohne Fremdeinwirkung so verstellt dass zu wenig Gas durchströmt. Der Druckminderer hat nur ein Manometer für Flaschendruck und sonst keine sichtbaren Einstellmöglichkeiten. Nachdem ich ihn zerlegt hatte, merkte ich aber dass die Gasmenge über eine Stellschraube eingestellt werden kann. Also wird die Gasmenge mittels dieser Stellschraube richtig eingestellt, der Druckminderer wieder zusammengebaut, alle Schläuche wieder angeschlossen, das Schweißgerät wieder zusammengebaut. Es kann weiter gehen. | |
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Ein Stück U-Stahl bildet die Basis für die Halteklammer. Sie muss ja komplett demontierbar sein damit der Motor auch weider ausgebaut werden kann. Das Werkstück ist etwas zu schmal für die Aufnahme am Motor, also muss vorne etwas ausgeschnitten werden und zwei Laschen außen angeschweißt werden. Hinten wird ein Stück Rohr eingeschweißt. Durch dieses Rohr soll eine Schraube gesteckt werden die dann durch zwei Laschen am Querrohr die Verbindung zum Chassis herstellt. Leider war aber gerade keine 14mm Schraube zur Hand ;-) Also werden an jedem Ende des Rohrs noch 12mm tiefe Einsätze mit 10mm Loch eingeschweißt. So kann man dann den Halter mit einer 10er Schraube fest machen. |
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Die beiden Laschen sind vergleichsweise schnell zugeschnitten und gebohrt. Der Halter selbst hat etwa 3 Stunden Arbeit gekostet. Damit der Halter später auch durch die Laschen paßt und die Löcher auch auf der richtigen Höhe sind, werden die Laschen an den Halter geschraubt, dann am Querrohr ausgerichtet und anschließend angepunktet. Zum Fertigschweißen wird der Halter dann von den Laschen abgeschraubt. |
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Dann wird der Halter wieder eingebaut. Alle Verbindungen sitzen sehr stramm, es ist fast gar kein Spiel - jedoch noch keine Passung ;-) |
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So sieht nun die Heckansicht aus. Wegen dem Schaltgestänge habe
ich mir noch Gedanken gemacht. Das wird bei der jetzigen Einbaulage der
HBZ, dem Sitz, der Verstrebung nicht ohne weitere Umlenkpunkte möglich
sein. Mit diesem Zug könnte das Problem einfach gelöst werden. |
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Mittlerweile sind die restlichen beiden Flansche eingetroffen. Dis Zeit bis dahin habe ich mir vertrieben indem ich eine Elektro- Seilwinde die ich über ebay gekauft hatte unter das Dach der Freiluftwerkstatt zu montieren. Die Winde hängt nun an einem Vierkantrohr 40x100x3mm mit einer Spannweite von etwa 3 Metern. Zuerst wird das Formrohr in die Überrollbügelstummel gesteckt um zu sehen.... naja, dass es noch ein wenig gebogen werden muss. Das war ja aber von vorneherein klar. So in die Stummel versenkt wird nun das Rohr so von Hand gebogen, dass die langen Stücke waagerecht sind. |
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Danach werden die Rohre auf die passende Länge geschnitten. Damit die Rohre oben einfacher verbunden werden können, wird eine Hülse in die Verbindungsstelle gesteckt. Das macht das Zusammenschweißen der beiden Rohre leichter. Damit der Überrollbügel nicht schief wird (der Boden ist nach links abschüssig), werden die Flansche auf die Stummel geschraubt und die beiden Bügelhälften werden hineingesteckt. |
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Die Position der Rohre in Bezug auf den Rahmen wird genau ausgemessen und anschließend angepunktet. Um ein Verziehen der Konstruktion zu vermeiden wird jede Naht 3 mal - 120° Grad versetzt - angepunktet. Anschließend wird der Bügel demontiert und fertig geschweißt. Die Stoßnaht im Kopfbereich wird noch schön verschliffen und der Bügel kann wieder montiert werden. |
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Als nächstes muss das Kart wieder auf Arbeitshöhe damit der Spoilertank wieder angebracht werden kann. Also hoch damit auf den Kartwagen. Meinen Motorkran habe ich meinem Kollegen geliehen, der mir immer die Achsnuten fräst. Er rüstet seine Fräse mit einer Digitalanzeige aus. Das war der Anlass dafür, dass ich die elektrische Winde überhaupt montiert habe. Mit der Stromzufur und der Befestigung des Hakens für den Betrieb mit Umlenkrolle muss ich mir noch etwas einfallen lassen, aber so eine Winde ist schon eine tolle Sache. Der halbe Tag Arbeit hat sich gelohnt. |
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Der Spoilertank wird mit dem was gerade herumliegt in seiner zukünftigen Position fixiert. Früher war der Tank mit Haltewinkeln am Überrollbügel festgeschraubt, die ihrerseits am Rohr festgeschraubt waren. Das passt so jetzt nicht mehr weil der Überrollbügel insgesamt breiter geworden ist. Die Haltewinkel werden mit der Flex passend umgearbeitet und angepunktet. |
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Die Stützstreben für den Tank stellen zunächst ein kleines Problem dar. Die Streben müssen am Ende geschlitzt sein. Allerdings müssen die Schlitze in einem bestimmten Winkel zueinander stehen der ungleich 0 ist. Diesen Winkel zu messen ist mit den vorhandenen Mitteln nicht möglich. Die neuen Streben passend anzufertigen ist also pure Glücksache. -> Zeitverschwendung. Also werden die alten Streben genommen, in der Mitte auseinander geschnitten. |
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Die Haltevorrichtungen vom alten Kart waren ebenfalls angeschraubt. Sie werden abgeschraubt und an die hinteren Versteifungsstreben angepunktet. Die halbierten Tankstützstreben werden dann an den Aufnahmen am Rahmen und am Tank fest geschraubt und zueinander ausgerichtet. Die Lücke zwischen den Strebenhälften wird mit einem passenden Stück Rundmaterial gefüllt. Alles stabil anpunkten und die Montageposition prüfen. |
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Die Vergaserbank neigt sich nach hinten. Das ist bei Schwimmerkammervergasern schlecht. Es müssen also irgendwann neue Vergaserflansche gebaut werden damit die Vergaser waagerecht montiert sind. Dadurch werden die Vergaser in einem Kreisbogen weiter noch oben gedreht montiert sein. Dieser Platz muss unter dem Tank noch zur Verfügung stehen. Wichtig ist auch, dass neben den Luftfiltern der Kraftstofffilter Platz hat. Der Tank muss auch symmetrisch zur Fahrzeuglängsmitte montiert sein. Gleichzeitig muss der Tank so geneigt sein, dass der Benzinhahn am tiefsten Punkt des Tanks sitzt. Das passt alles so. Also werden nun alle Schweißstellen fertig geschweißt. |
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Nun werden die Verstrebungen für den vorderen Motorhalter eingebaut. Die Halterohre sind ja recht lang. Seitliche Kräfte greifen hier über einen sehr langen Hebel an. Die Streben sollen diese Kräfte - und auch zusätzlich Längskräfte aufnehmen. Die Streben werden zurechtgeschnitten und eingeschweißt. Damit auch an der hinteren Seite geschweißt werden kann, muss der Motor wieder ausgebaut werden. Der Ausbau des Motors ist so fummelig, dass ich mir nun vorgenommen habe, den Motor für die restlichen Arbeiten am hinteren Chassis nicht wieder einzubauen. |
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Das bedeutet, dass nun alle Halter - insbesondere der Halter für den Schaltzug - angefertigt werden und danach die Lackarbeiten gemacht werden. Erst dann wird der Motor wieder eingebaut. Als nächstes werden noch die offenen Rohrenden zugeschweißt. Das ist schnell erledigt, anschließend wird eine Montageposition für den Ölkühler gesucht. Die ideale Position ist auf der rechten Seite hinter der Batterie am Überrollbügel. |
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Es wird eine Gewindestange auf das Rohr geschweißt und ein Blech zurecht geschnitten, gebogen und gebohrt. Dieses Blech wird auf die Brücke zwischen den beiden Rahmenrohren geschweißt, die früher den einteiligen Überrollbügel trug. Den heutigen Feierabend bestimmte meine Flex. Sie hat den Geist aufgegeben als ich das Halteblech kürzen und abrunden wollte. Bei dieser Gelegenheit merkte ich, dass die Flex eines der wichtigsten Werkzeuge für den Kartbau ist. |
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Die to do Liste sieht nun folgendermaßen
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Letzte Änderung: 07.04.2007