April 2007
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Nun geht es daran, die Schaltung fertig zu stellen. Dadurch, dass die Hauptbremszylinder weiter nach vorne verlegt worden sind, passt die gerade Stange zwischen der vorderen Umlenkung im Fußraum und der hinteren Umlenkung nicht mehr am Sitz vorbei. Die einfachste Lösung ist die Verwendung eines Zuges aus dem LKW-Bereich der sowohl Zug- als auch Schubkräfte übertragen kann. Der Kopf des Zuges passt auf die Kugeln der Kugelgelenkköpfe die vorher in Verbindung mit dem Gestänge verwendet worden waren. |
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Für die beiden Enden des Zuges werden aus 1 mm Blech Halter hergestellt, welche die Enden aufnehmen und angeschweißt. Der Zug hat exakt die Länge, die zur Überbrückung der Strecke zwischen den beiden Umlenkungen notwendig ist. Durch die Fixierung an den Umlenkhebeln und die Eigenspannung der Hülle, springt der Zug nicht aus der Halterung, Trotzdem will ich später noch ein Oberteil bauen damit auch nicht der dümmste Zufall die Schaltung lahm legen kann. |
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Fertig verlegt sieht das ganze sehr aufgeräumt aus. Früher hat die linke Spurstange in den Linkskurven beim herunterschalten am Schaltgestänge gestreift. Das ist nun nicht mehr so. Dieser Zug ist wirklich die optimale Lösung für das Problem. Nachdem alles verschraubt und eingehakt ist, wird natürlich gleich getestet. Durch den Zug ist die Schaltung ein klein wenig schwergängiger geworden. Unter Belastung zeigt sich ein wenig Spiel. Das rührt daher, dass sich die vordere Umlenkwelle verbiegt. |
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Dieses Spiel hat schon am Harzring dafür gesorgt, dass nicht mehr so präzise geschaltet werden konnte. Hochschalten ging nur, indem der rechte Hebel herunter gedrückt wurde. Eigentlich sollte man dazu aber am linken Hebel ziehen. So war natürlich kein konzentriertes Fahren möglich, aber das hat sich bei nur 27 PS für den restlichen Verkehr sowieso nicht bemerkbar gemacht. Nun sind aber zwischen 60 und 72 PS verbaut (Kenner behaupten der Motor habe 72 PS wenn die Auspuffanlage stimmt). Bei dieser Leistung aber sollte man es bemerken. |
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Also wird das rechte Lager vom Rahmen wieder getrennt, die Umlenkwelle entsprechend gekürzt und die Blechstütze für die Umlenkwelle herausgetrennt. Alle Rohre werden wieder sauber geschliffen und das Lager für die vordere Umlenkwelle wird an den Träger für das untere Lenksäulenlager geschweißt. Ein neuer Anlenkhebel wird hergestellt, auf der Welle positioniert und fest geschweißt. |
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Nun sind die Hebelwege in denen ein Durchbiegen der Welle möglich sind, sehr kurz. Ein erneuter Test ergab nahezu kein Spiel. Das einzige vorhandene Spiel kommt daher, dass die Wippmechanik für die Schaltwippe am Lenkrad nicht mit Kugellagern an den Stehbolzen auf der Lenksäule befestigt ist sondern nur durch Blech gebohrt und drauf gesteckt ist. Es ist wie wenn man beim Automobilbau störende Innenraumgeräusche beseitigt. Kaum hat man das lauteste Störgeräusch eliminiert, hat man ein neues lautestes Geräusch. Aaaaaaber: Mit dem jetzigen minimalen Spiel kann man gut leben. |
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Diese Woche kam meine Bestellung von Straube an. Habe dort eine Stahlflexleitung auf Maß anfertigen lassen. Länge 105cm. Dieses Maß ist etwas zu lang gemessen damit ich in der Verlegung der Leitung noch flexibel bin. Dann wurde die neue Position der Pedale durch Sitz- und Lenkprobe ermittelt. Das geht am besten ohne Pedale also werden sie zu diesem Zweck abmontiert. Der Test zeigt, dass die Pedale so montiert werden müssen, dass die Fersen am vorderen Bügel an dem das Frontschild momentan befestigt ist zu liegen kommen. |
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Die eine Möglichkeit wäre nun, diesen gesamten Bügel abzutrennen, ihn mit etwa 10 cm Rohr zu verlängern und das ganze wieder anschweißen. In diesem Falle müsste die vordere Befestigung des Frontschildes neu überdacht werden. Die andere Möglichkeit ist, neue Lagerungen für die Pedalwellen herzustellen und diese einfach vorne an diesen Bügel anzuschweißen. Ich entscheide mich für diese Variante. |
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Die Länge der Pedalrückholfeder reicht aus, es muss keine neue Feder besorgt werden. Jedoch stellt sich nach der Montage des Gaszuges und der Feder heraus, dass noch etwas wichtiges fehlt: Der hintere Anschlag damit das Pedal nicht komplett nach hinten einklappt. Also wird der bereits vorhandene Anschlag an der alten Position abgeschnitten und an seiner neuen Position wieder fest geschweißt. Mit der Bremse habe ich da nicht
ganz so viel Glück. |
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Die alte Betätigungsstange wird an der Schweißstelle an der das Gewinde angeschweißt wurde (es war einmal eine Inbusschraube) abgetrennt. Das nun wieder als Schraube erkennbare Gewindestück an den V2A Stab geschweißt. Das andere Ende wird an passender Stelle umgebogen und mit einem M6 Gewinde versehen. Von Hand auf V2A ein Gewinde drauf schneiden ist gar nicht so ohne - aber es geht wenn man Vertrauen in sein Werkzeug hat ;-) Nach einer weiteren Sitzprobe stelle ich fest, dass es noch von Vorteil wäre, das Lenkrad ein wenig höher zu stellen. Das wird dann auch noch schnell erledigt. |
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In letzter Zeit habe ich mir so ein paar Gedanken zur Aerodynamik und zur Motorölversorgung gemacht. Der Spoiler ist ja vermutlich aerodynamisch
nur schwach wirksam. Bei hohen Geschwindigkeiten ab etwa 150 km/h wäre
es aber wünschenswert, auf der Hinterachse schon spürbaren Abtrieb
zu haben. Schließlich ist es die Hinterachse, die für die Spurtreue
verantwortlich ist. Kein Grip hinten bedeutet dass das Heck ausbricht. Die Schräglage des Motors ist
schon grenzwertig. Wenn so viel Öl eingefüllt wird, dass der
Ansaugstutzen komplett im Öl steht, dann ist zu befürchten,
dass das Getriebe im Öl schwimmt. Eventuell wird dann auch der Öldruck
so groß, dass Dichtungen anfangen ihren Geist aufzugeben. |
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Damit das Bodenblech für den neuen Fußraum einfacher angepasst werden kann und damit die Haltelaschen einfacher angeschweißt werden können wird die Vorderachse, die Lenksäule und das Frontschild abgebaut. Aus dem Baumarkt wurde ein Alublech erstanden, welches nun zurecht geschnitten wird. Aus 1mm Flachmaterial werden 4 Laschen geschnitten und gebohrt, die dann am Rahmen angeschweißt werden. Anschließend wird das neue Bodenblech noch gebohrt und final angepasst. |
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Und weil wir nun mal schon beim Auseinanderbauen sind, wird der rechte Seitenkasten, die komplette Hinterachse inklusive Bremszange, die Hauptbremszylinder, der Bremslichtgeber, der flexible Schaltzug, sowie der für die Anprobe für die Pedalposition zwischenzeitlich wieder eingebaute Sitz ebenfalls ausgebaut. Der halbe Kasten, in dem die Batterie herum eiert - die man festbinden muss damit sie nicht herausfällt ist mir ein Dorn im Auge. Ich entscheide mich, mich nun doch an Blecharbeiten heranzuwagen und suche ein passendes Karosserieblech heraus, das eigentlich einmal zum Modellbau gekauft wurde. |
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Aus dieser Tafel wird ein passendes Stück für die Seitenwand herausgeschnitten und angeschweißt. Für den Deckel wird ebenfalls ein Stück zurechtgeschnitten. Leider ist das Blech nicht breit genug. Die notwendigen Umfaltungen vorne und hinten werden nicht ganz so weit hinunter reichen wie die Umfaltungen links und rechts. Also wird später noch ein Blechstreifen angeschweißt werden müssen.. Ein Abkantgerät steht mir nicht zur Verfügung. Auch keine Falzzange - oder wie die Flaschner ihr entsprechendes Werkzeug nennen. |
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Ich muss also alle Kanten mit dem Hammer um ein geeignetes Stück Metall, das ich mit einer Schraubzwinge passend am zu biegenden Werkstück fest spanne, herumhämmern. Das ist ein wenig umständlich, geht aber auch. Eine Zarges Kiste ist natürlich hübscher aber der Deckel paßt - was will man mehr. Ein klein wenig Zeit ist noch, ich beginne daher schon einmal mit dem Abschleifen des Rahmens. |
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Meine Materialsuche für die Änderung der Ölansaugglocke im Motor hat auch einige Ergebnisse gegeben. Ich brauche 22mm Rohr zur Adaption an den bestehenden Anschluß der Ölpumpe. Auf dieses Rohr wird eine flexible Kunststoffdichtung geschoben, die von der jetzigen Ansaugglocke abgezogen werden kann. Daher ist die Verwendung von 22mm Rohr zwingend erforderlich und nicht nur empfehlenswert. 22mm Rohr gibt es im Hydraulikbereich. Ich habe eine Firma hier auf der schwäbischen Alb gefunden die mir dieses Rohr besorgt. Weil die jedoch üblicherweise nur mit maximal 20mm Rohr arbeiten, muss ich eine ganze Stange abnehmen. Also 3 Meter. Mal sehen, wann ich die abholen kann. Bögen gibt es dafür nicht, man muss also selber biegen. Motoröl erreicht dauerhaft Temperaturen
von über 100° Grad Celsius. Es können im Volllastbetrieb
wie im Kart auch dauerhaft über 120° Grad Celsius werden. |
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Das Knetmetall habe ich nun mittlerweile, auch das 22mm Rohr liegt nun vor mir. Jetzt kann die Ölansaugglocke endlich geändert werden. Zuerst einmal wird der dafür zur verfügung stehende Platz ausgemessen und anhand dieser Maßangaben ein Pappmodell gebaut. Damit sich die Schweißarbeiten später in Grenzen halten soll der Ölansaugkasten überwiegend durch Biegen hergestellt werden. Also entsteht ein Faltmodell. Die Maße des Faltmodells werden noch korrigiert und auf Blech übertragen. Ein 22mm Loch an dem später das Ansaugrohr angeschweißt werden wird, wird gebohrt bevor die Biegearbeiten beginnen. |
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Zum Biegen wird das Blech in den Schraubstock eingespannt und mit dem Hammer in die neue Form getrieben. Für das Abkanten der schmalen Seiten wird Flachmaterial dazwischen gespannt so dass auch hier mit dem Schraubstock und dem Hammer gearbeitet werden kann und nicht die Zange genommen werden muss. Weil Papier eben doch biegsamer ist als Blech, muss der Ansaugkasten noch 2 mal geändert werden bevor er in den Ölsumpf passt. Und das auch erst nachdem ein paar Versteifungsrippen weg geflext worden sind. Aus diesem Grund ist der Kasten auch nicht mehr so schön gerade. Damit der Ansaugkasten angeschlossen werden kann UND noch in den Ölsumpf passt, muss das neue Ansaugrohr in einem extrem geringem Radius gebogen werden. Der notwendige Biegeradius ist kleiner als der Rohrdurchmesser. Das Rohr würde bestimmt reißen. Also wird ein 90° Grad Winkel vorbereitet. |
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| Das Rohr ist im Durchmesser etwa
2/10 mm zu klein. Wenn man die Dichtung über das Rohr schiebt, sitzt
sie sehr lose. Das ändert sich auch nicht wenn man das ganze dann in
den Anschlußstutzen der Ölpumpe steckt. Das muss sich noch ändern.
Eventuell mit Knetmetall ? Aber erst nach Abschluß der Schweißarbeiten.
Mit kleinen Hölzchen wird der neue Ansaugkasten in seiner Sollposition montiert und die Ölwanne zur Probe dran gehalten. Es passt ohne dass etwas streift. Der Ansaugkasten muss nun fertig geschweißt werden bevor das Filternetz mit Knetmetall aufgeklebt werden kann. Das soll dann Anfang nächsten Monat geschehen. |
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Jetzt bleibt noch Zeit, ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Der Deckel des Batteriekastens muss fertig gemacht werden. Hier fehlen ja noch an den Stirnseiten jeweils noch ein paar Blechstreifen. Diese sind schnell zurecht geschnitten und angeschweißt. Der Deckel soll mit Blechschrauben - wie an der Elektrobox auf der anderen Seite auch - am Betteriegehäuse befestigt werden. Leider hab' ich keine Blechschrauben da. -> Unbedingt welche kaufen. |
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Die alte Gaspedalfeder ist viel zu lang und total "lapprig". Ich habe bei Prespo neue gekauft. Die neue Feder ist viel kürzer - etwa 7cm - und braucht eine neue Öse. Ich suche also ein Eckchen Blech aus dem Müll und bohre ein 2mm Loch. Dieses Stückchen wird dann an passender Stelle am Rahmen angeschweißt und zurechtgeschliffen. |
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Mittlerweile sind 2 Nachbarn erschienen und bemerken so nebenbei, dass das Kart ja gar keine Fortschritte macht, sondern von Mal zu Mal schlimmer aussieht. Ich biete ihnen ein Bier an. Beim Bier verstehen sie dann auch sehr schnell, dass man genau daran erkennen kann, dass es fast fertig ist. Ich bin ja nun eigentlich schon fast beim lackieren angelangt. Und dazu muss erst mal die ganze Farbe runter. Ich kenne keine Baustelle an der momentan sandgestrahlt wird, also kommt die Drahtbürste (für die Flex) zum Einsatz. Manche Stellen sind schwer zugänglich. Hier wird mit der Hand- Drahtbürste und an noch schlimmeren Stellen mit Schmirgelpapier der Lack aufgerauht. Die Oberseite des Rahmens ist nun fertig. Die Drahtbürste auch. Die Unterseite kommt dann in der nächsten Sitzung dran wenn eine neue Drahtbürste gekauft ist, anschließend werden die Bodenbleche gefertigt. Danach kann dann lackiert werden. |
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Die to do Liste sieht nun folgendermaßen
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| Tätigkeit | Material vorhanden |
Fertigstellungsgrad |
| - Bau und Anschluss gerader Vergaserflansche. | nein | 0% |
| - Motorölansaugglocke fertig bauen. | teilweise | 60% |
| - Bodenblech für Heckbereich herstellen und anbringen. | teilweise | 0% |
| - Rahmen abschleifen. | nein | 70% |
| - Rahmen grundieren. | ja | 0% |
| - Rahmen lackieren. | ja | 0% |
| - Kart zusammenbauen. Dabei ersetzen aller 0815 Muttern gegen selbstsichernde. |
ja | 0% |
| - Entlüftung des Bremssystems. | ja | 66% |
| - Hitzeschutz zwischen Krümmer und Sitz anbringen. | ja | 0% |
| - Anschluss des Schaltgestänges an den Motor. | ja | 0% |
| - Anschluss des Ölkühlers. | nein | 0% |
| - Anschluss der kompletten Elektrik. | teilweise | 0% |
| - Anschluss und Verlegung der Bowdenzüge. | ja | 0% |
| - Probelauf des Motors. | - | 0% |
| - Probefahrt. | - | 0% |
| - Verbesserung des Einbaus der Stroboskop Blitzer. | - | 0% |
| - Designtechnisch bessere Rundumkennleuchte. | nein | 0% |
| - Lösung für onboard Videoaufnahmen. | nein | 0% |
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Letzte Änderung: 06.05.2007