Juni 2007
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Nun geht es daran, die Schaltung vollends fertig zu stellen. Am Motorrad war das Schaltpedal nicht wie an der Yamaha RD über ein Gestänge mit dem Umlenkhebel auf der Schaltwelle verbunden. Das Pedal war direkt als Hebel auf der Schaltwelle platziert. Von da her steht ein sehr großer Hebel zur Verfügung. Der Hebel auf der hinteren Umlenkwelle kann also ebenfalls groß ausgelegt werden. Dadurch müssen über die dazwischen einzubauende Schubstange nicht so hohe Kräfte übertragen werden. Das schont das Material und ein Ausleiern wird vermieden. |
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Die günstigste Position der Hebel wird ermittelt. Wichtig ist, dass die Hebelübersetzung hinsichtlich der Kraftübertragungswinkel so ausgelegt wird, dass die Schaltwelle die gesamte Schaltmimik wieder zurück stellen kann. Dazu ist einige Justierarbeit notwendig bis das Optimum gefunden ist. Dann kann der Umlenkhebel auf der Umlenkwelle fest geschweißt werden und mit Rostumwandler gestrichen werden. Anschließend wird der Sitz montiert damit der Hitzeschutz angebracht werden kann. |
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Hisak hatte von seinem letzten Projekt noch ein Stück Hitzeschutzplatte übrig. Die Hitzeschutzplatte ist zwar selbstklebend, jedoch ist sie so stark, dass die Platte die in gewissen Grenzen felxibel ist, mit Schraubzwingen in die Form des Sitzes gebracht werden muss. Damit sich die Platte nicht irgendwann von selbst wieder löst, wird sie mit 4 Schrauben und 50mm durchmessenden Unterlegscheiben am Sitz gesichert. Zuletzt werden noch zugängliche Stellen am Hitzeschutz mit Schraubzwingen an den Sitz gepresst, damit der Kleber Kontakt zum Sitz bekommt und wirken kann. |
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Danach starte ich einen Versuchsballon. Ich rufe meinen Sohn Dominik (7) her und erkläre ihm wie und warum Bremsen entlüftet werden. Anschließend teile ich ihm die Rolle am Bremspedal zu. Er erledigt seine Aufgabe sehr gut, wenngleich es ihm noch an der nötigen Kraft das Bremspedal mit der Hand zu ziehen mangelt. So dauert das Bremsen entlüften eben etwas länger, aber es klappt dann schließlich doch. |
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Den halben Vormittag war ich bei einem Bremsenspezialisten in Münsingen wegen dem Anschluss des Ölkühlers an den Motor. Wir haben ausbaldowert wie die Anschlussleitungen am besten zu fertigen sind und das passende Material herausgesucht. Als neue Ölschläuche werden so z.B. nun Niederdruckschläuche verwendet, die temperaturbeständig bis 150° Grad Celsius sind und einen Berstdruck von 30 bar haben. Also wenn das nicht reicht ;-) So wundert es auch nicht, dass es schon wieder abend ist. Ich streiche noch den neuen Umlenkhebel rot und bessere noch ein paar Lackschäden vom Motoreinbau aus. |
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Mittlerweile ist auch die Halteklammer für die hintere obere Motoraufhängung getrocknet und kann eingebaut werden. Anschließend wird das Bodenblech bearbeitet. Es soll eine Mulde für die Bremsscheibe erhalten. Nach etwa 15 Minuten Bearbeitung mit dem Hammer hatte ich eine schöne Mulde an der richtigen Stelle. Leider war die noch etwa 2cm zu flach. Also weiter hämmern. Als sich erste Risse in der bearbeiteten Stelle ankündigten, erfolgte noch eine Anprobe. Leider immer noch zu flach. Also wird eben schweren Herzens ein Schlitz in das Bodenblech geschnitten. |
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Dann geht es daran, den Kupplungszug zu montieren. Der alte Kupplungszug passt glücklicherweise. Ein kurzer Test zeigt, dass die Kupplung sehr gut trennt. Jetzt ist nicht mehr so viel zu tun und die Vergaserflansche sind noch nicht da. Per Post unterwegs, aber das nützt im Moment nichts. Der Tag ist jung also wage ich mich an die Elektrik. Nach bewährter Methode baue ich das Motorrad elektrisch wieder zusammen. Durch ein paar Tests werden einige Anzeigelämpchen der nicht mehr vorhandenen Instrumenteneinheit als Fernlicht und Instrumentenbeleuchtung identifiziert. |
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Nachdem sowohl der Kabelbaum als
auch der Motor mit Masse verbunden sind, geht auch der Anlasser und es
kommen sogar Zündfunken. Jetzt wird's ein wenig eklig. Der Kabelbaum wird auf gemacht. Der Klebstoff des Isolierbandes mit dem der Kabelbaum gebunden wurde hat sich auf jedem einzelnen Draht verteilt. Überall dort wo ein Kabel mit dem Chassis in Berührung kommt, zeugen häßliche schwarze Klebstoff-Schmutz-Gemisch-Spuren davon. Aber das nützt dem Kabelbaum gar nichts ;-) Er wird um die nicht benötigten Leitungen erleichtert. |
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Bei der Verlagerung der elektrischen Komponenten stellt sich dann heraus, dass zum einen kein Massekabel vorhanden ist und zum anderen, dass das Anlasserkabel zu kurz ist. Aber egal. Alles andere passt soweit und bei den Leitungen mit herkömmlichem Querschnitt ist eine zu kurze Leitung nicht tragisch. Eigentlich wollte ich alle Elektronikkomponenten in der linken Elektrobox einbauen. Da fallen mir aber die gut ausgeprägten Kühlrippen des Ladereglers auf. Ob die wohl von Fahrtwind umstömt werden sollten ? |
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Also entscheide ich mich dafür, den Regler und auch die CDI nicht in die Box zu bauen sondern auf das Bodenblech im Heck unter der Hinterachse zu montieren. Zwei Anzeigeleuchten sind nach meiner "Kabelbaumfrisieraktion" noch übrig geblieben. Durch Rückverfolgen der Leitungen und durch einen kurzen Test an der Schaltwippe stellt sich heraus: Das linke Lämpchen ist die Öldruck-Kontrollleuchte und das rechte Lämpchen ist der Neutralindikator. Um die anständige Unterbringung der Anzeigen muss ich mich auch noch kümmern. -> Steht auf der to do Liste. |
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Die Bedieneinheiten des Motorrades sind teilweise nicht für die Verwendung im Kart geeignet. Das Zündschluss ist zu klobig, der Startknopf ist zu fummelig. Die Funktion wird auf die bereits vorhandenen Schaltelemente verlegt. Jetzt brauche ich nur noch einen Schalter für die Kill-Funktion. Der alte im Kart eingebaute hat sich beim Ausbau zum streichen in Wohlgefallen aufgelöst. Also in die Werkstatt. Da habe ich noch. Aber nein.... Da hat man tonnenweise Taster im Laufe der Jahre angesammelt und es ist nicht der richtige dabei. Die vorhandenen Schalter sind für einen rechteckigen Gehäuseausschnitt und Clip- Montage und die runden sind alles Taster. Ein- Taster. Ich bräuchte aber einen Aus- Taster. |
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Also nochmal bei den Moppedteilen nachgeschaut. Der rote Kill Schalter gefällt mir gut. Er fällt auch nicht auseinander nachdem er aus seinem Gehäuse befreit wurde. Also baue ich den Kill Schalter ins
Kart ein. Jetzt will ich den Einbauort der Zündspulen festlegen. Dazu müssen die Zündkabel erst mal korrekt angeschlossen werden. Glücklicherweise sind die Zündkabel beschriftet. Die Zündspulenseite ist mit COIL 1 bis 4 beschriftet, die Zündkerzenseite mit ENG 1 bis 4 Angenommen die Bezeichnungen ENG bezeichnen die Zylindernummer. So angeschlossen ergibt sich ein sinnvolles Anschlussbild. |
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So angeschlossen versorgt die linke Zündspule die Zylinder 1 und 4, die rechte Zündspule versorgt Nummer 2 und 3. Wenn man weiß, dass die beiden
Zündspulen abwechselnd um 180° Grad versetzt zünden dann
ergeben sich theoretisch folgende mögliche Zündfolgen: Aus der Reparaturanleitung ist zu entnehmen, dass die linke Zündspule die Zylinder 1 und 4 versorgt, die rechte versorgt Zylinder 2 und 3. Die linke Zündspule erhält die Erregerspannung durch das weiße und das blaue Kabel, die rechte durch das weiße und das gelbe Kabel. -> Richtig gemacht :-)) |
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Die Ölleitungen sind fertig. Ich war bei einem hiesigen Bremsenspezialisten. Wir haben zusammen ausgeknobelt, wie die zu kurzen Ölleitungen so verlängert werden können dass der Ölkühler in seiner neuen Position wieder angeschlossen werden kann. Die starre Leitung wird so weit wie möglich gekappt. Der Schlauch wird von den Anschlüssen der Ölwanne gelöst. Ein neuer längerer Schlauch der themperaturfest bis 150° Grad Celsius ist, wird anstelle dessen eingebaut. Die neuen Leitungen gibt es für einen Freundschaftspreis und zudem das Angebot bei weiteren ausgefallenen Wünschen stets willkommen zu sein. Vielen Dank Herr Goller für dieses freundliche Angebot. Auch mein Sohn hat heute als wir gegangen sind gesagt: "Das ist aber ein netter Mann" :-) |
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Bei Stabilo bin ich auch gewesen. Habe dort 35qmm Leitungen und entsprechende Kabelschuhe gekauft. Die Leitungen müssen in die
Kabelschuhe eingelötet werden. Wer das mit einem Lötkolben versucht....
vergiss es. Man braucht die Lötlampe dazu. Zuerst das Kabel auf der
erforderlichen Länge abisolieren, dann das Kupfer in der Flamme erhitzen
und danach die Leitung mit Lötzinn tränken. Dann die Leitung in den Kabelschuh stecken und eine Weile warten bis das Zinn fest geworden ist. |
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Anschließend werden die Kabel angeschlossen. Die Verschraubung des Anlasserkabels wird mit Isolierband gut umwickelt. Das Chassis wird schließlich an Masse angeschlossen und der Anlasserstromkreis ist nicht abgesichert. Im Falle eines Masseschlusses wäre ein riesen Stromfluss die Folge, die Batterie könnte dabei kaputt gehen. Das Massekabel wird an den Stehbolzen zur Befestigung des Ölkühlers am Überrollbügelstummel angeschraubt. Die Schraube bietet sich förmlich dazu an und wieso soll ich ihr Angebot ausschlagen ;-)) ? |
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Schließlich wird noch überlegt, wie die Zündspulen befestigt werden sollen. Ich entscheide mich dafür, zwischen den Aufnahmen für den Tank eine Strebe einzubauen. Die Strebe wird einen Fortsatz nach vorne erhalten. Auf dieses Rohr in Längsrichtung wird der neue Zündspulenhalter aufgeschraubt werden. Dazu sind wieder Einschweißhülsen notwendig. Die Rohrenden der Strebe müssen platt gedrückt werden. Das ist eine Aufgabe für Timo's Feuerwehrspreizer. |
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Die Flansche sind gekommen. Wenn nun noch das passende Rohr - mit 26mm Innendurchmesser - besorgt ist, dann können die neuen Anschlüsse für die Vergaser gebaut werden. Dann wird nur noch ein Stückchen Schlauch benötigt. Der soll dann über den Vergaserausgang und über die Rohrenden der neuen Anschlußstücke geschoben und mit einer Schlauchschelle befestigt werden. Damit wären die Vergaser dann an ihrem Platz. |
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Wegen der Kontrollleuchten habe ich mir auch Gedanken gemacht. Glühbirnen sind ja recht groß. Sollen die vorhandenen Fassungen verwendet werden, dann müssen die auch in ein entsprechendes Gehäuse eingebaut werden das nicht einfach herzustellen ist. Darüber hinaus sollten die beiden Lampen dann in unterschiedlicher Farbe leuchten. Rot für die Öldruckkontrollleuchte und Grün für die Neutral- Anzeige. Das erfordert bei Verwendung der Glühbirnen noch mehr konstruktiven Aufwand. LED's dagegen sind klein, robust gegen Vibrationen und bereits farbig erhältlich. Also bin ich kurz auf dem Heimweg bei Mükra vorbei gefahren und habe 2 LED-Versionen inklusive Fassung zum ausprobieren gekauft. Im linken Bild sieht man herkömmliche LED's in den gewünschten Farben. Die LED's sind von herkömmlicher Leuchtkraft. Damit sie auch bei Sonnenschein besser erkannt werden, sind sie extra groß. 8mm Durchmesser. Die LED-Fassung vergrößert die optisch wirksame Fläche zusätzlich. Im rechten Bild sind superhelle LED's abgebildet. Sie haben einen Durchmesser von nur 5mm. Welche LED's nun tatsächlich verwendet werden, hängt vom Ausgang eines Tests draußen bei Sonnenschein ab. |
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Am Freitag bin ich wegen den Einschweißhülsen zur Befestigung der Zündspulen am Rohr und zum platt drücken der Rohrenden bei Timo vorbei gefahren. Die Einschweißhülsen waren schon fertig und für seinen Spreizer der mit einem Hydraulikdruck von 500 bar arbeitet waren die Rohrenden kein Problem. Und weil's gerade so schön war, wurde die Halterung auch gleich fertig geschweißt. Ich musste also nur noch zu Hause den alten Lack abschleifen und neu Rostschutz grundieren. |
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Rohrstücke - etwa 30 mm lang - mit 26mm Innendurchmesser haben wir auch gleich hergestellt. Diese werden so schräg zugeschnitten, dass die Rohre wenn sie am Motor montiert sind waagerecht nach hinten zeigen. Das geht ohne Messen nur nach Augenmaß ganz gut weil ein Spalt von bis etwa 2 mm noch gut zuzuschweißen ist. Der Grat am oberen Rohrende ist noch vom Abstechen auf der Drehbank übrig. |
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Damit die Rohre auch ganz genau waagerecht verlaufen wenn sie angeschweiß sind, werden die Flansche an den Einlässen fest geschraubt. Die Rohrstücke werden dann am fest geschraubten Flansch angepunktet. Das erste Rohrstück ist am schwierigsten. Das muss ganz genau waagerecht und in Fahrzeuglängsrichtung ausgerichtet sein. Falls nicht, sitzt hinterher der Vergaser schief. Nachdem das erste Rohr ausgerichtet und angepunktet ist, wird das zweite Rohr in den entsprechenden Vergaseranschluss gesetzt und der Vergaser so ausgerichtet dass er waagerecht sitzt. |
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So ausgerichtet kann das nächste Rohr am Flansch angepunktet werden. Nun kann der Vergaser ganz los gelassen werden. Er hält schon von selbst auf den Ansaugstutzen. Doch oh Schreck ! Das nächste Rohrstück passt nicht. Jeweils die beiden äußeren Vergaser haben den korrekten Abstand zueinander so dass sie auf den Ansaugstutzen passen. Aber der Anstand der Vergaserpaare links und rechts zueinander stimmt nicht mit dem Abstand der Ansaugkanäle am Motor überein. Die einzige Möglichkeit, warum die Herren Konstrukteure von Honda das so gebaut haben, kann sein, dass die Airbox dadurch schmäler wird. |
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So ein Mist. Jetzt muss entweder der Vergaser umgenaut werden oder die Ansaugstutzen müssen abgewinkelt gebaut werden oder ich baue gleich zwei Ansaugbrücken neu und montiere zwei Jetski Vergaser dran. Die jetzigen Vergaser sind 26 mm Vergaser. Um den selben Durchlassquerschnitt zu erreichen bräuchte ich 36,8 mm Vergaser. Mikuni BN 38 wäre der nächste passende Vergaser. In Deutschland bekommt man den nicht gebraucht. Wenn man bei ebay rein schaut findet man da nur Verweise auf amerikanische Auktionen. Die Deutschen scheinen nicht wirklich die Motorenbastler auf dieser Welt zu sein. Dabei wäre die Heckansicht so schön und ein Probelauf des Motors in greifbarer Nähe. |
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Na gut... das Problem kann heute nicht gelöst werden. Es sind weder weitere passenden Rohre vorhanden, noch sind die Vergaser verfügbar. Der Umbau der vorhandenen Vergaser erscheint mir nicht lohnenswert. Die Chokesteuerung, die Drosselklappe und die Spritleitung müsste modifiziert werden. Dazu kommt noch die Herstellung von zwei passenden Montageschienen zur Fixierung des neuen Abstandes. Also geht's an die nächste Baustelle. Eine Lösung für die Anzeigelämpchen. Das hintere Ende des Frontschildes ist ein nettes Plätzchen für solche Sachen. Also wird ein Alublech ungefähr passend zugeschnitten und eingebaut. |
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Dann wird erst mal gerechnet. Der passende Vorwiderstand für den Betrieb der LED's an voll geladener Batterie ist 580 Ohm. Der nächste Wert, den ich im Regal habe, ist 620 Ohm. Nun wird getestet, ob die großen LED's genommen werden können oder ob die superhellen gebraucht werden. Die Superhellen müssen's sein. Also passende Löcher in das Panel bohren, LED's montieren, Vorwiderstände anlöten, Anschlussdrähte anlöten, ablängen und mit Isolierband zusammenbinden. Getestet sieht das dann aus Fahrersicht etwa so aus. Die rote LED links für den Öldruck und die grüne LED rechts für die Leerlaufanzeige. |
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Mittlerweile ist der Rostschutz getrocknet. Der Zündspulenhalter kann nun zum ersten Mal gelb gestrichen werden. Nach 24 Stunden ist die Farbe überstreichfähig und wird dann zum zweiten Mal gestrichen. Beim nächsten Beutermin kann der Halter dann eingebaut werden. |
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Nun ja, der Halter kann noch eine Schicht Farbe vertragen. Die Farbe deckt eben nicht so gut wenn der Pinsel vorher in Verdünnung lag. Einen BN-38 Vergaser ersteigern macht nur in den USA Sinn. Dummerweise ist mein "US-Kurier" wie ich diese Woche erfahren habe schon in Deutschland. Die Portokosten von USA nach Deutschland sind nämlich gewaltig. Deshalb werden solche Sachen billiger im World-Traveller Handgepäck transportiert. Die kurzfristige Vergaserlösung ist also passende Adapter zu bauen. Später kann ja immer noch auf renntaugliche Vergaser gewechselt werden. Zum Messen und Anpassen der Vergaseradapter ist es sinnvoll, das Kart auf dem Boden zu haben. So kommt man am besten an die relevanten Stellen heran. |
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Hier leistet mir die elektrische Winde unter der Decke wieder einmal hervorragende Dienste. Nun geht es also daran, die Vergaseranschlüsse passend zu machen. Bei dem Schlosser meines Vertrauens hole ich ein Stück passendes Rohr und beginne links mit dem ersten Anschluss. Es werden drei schräg abgeschnittene Rohrstücke so zusammen gepunktet, dass sich ein seitlicher Versatz nach rechts um etwa 4 mm entsteht. Das erste Stück Rohr hat noch den Durchmesser der Ansaugöffnungen - nämlich 26mm. Die dann folgenden Rohrstücke haben den Durchmesser des Vergaseranschlusses - nämlich 28mm. Um die Vergaseranschlüsse werden Schlauchschellen so gespannt, dass sie ein wenig überstehen. So kann man den Vergaser auf die Rohrenden ganz einfach aufstecken. |
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Auf diese Art wird jeder Vergaseranschluss von links nach rechts maßgefertigt. Die Alternative zu diesem sehr zeitaufwändigem Vorgehen wäre die Maße der einzelnen Rohrstücke vorher zu berechnen und dann passend herunter zu sägen. Aber leider steht mir keine Säge zur Verfügung, mit der ich dann so kurze Rohrstücke innerhalb der erforderlichen Toleranzen zusägen kann. Deswegen wird eben der Winkel per Augenmaß abgenommen und auf das Rohr übertragen. Für Feinkorrekturen wird ein Lappen in den montierten Anschluss gesteckt und mit der Fächerscheibe gearbeitet. |
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Es dauert beinahe den ganzen Tag, auf diese Weise die Anschlüsse fertig zu heften. Hier auf dem Bild sitzt der Vergaser auf seinen Anschlüssen, ist jedoch noch nicht fest montiert. Dazu muss noch passender Schlauch besorgt werden. Damit der Vergaser nicht nach hinten kippt ist er auf dem Bild mit einem Schraubendreher abgestützt. Anschließend wird der Zündspulenträger noch einmal gestrichen und das hintere Bodenblech abgeschraubt, damit der Kabelbaum gebunden werden kann. |
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Nachdem die Farbe am Zündspulenträger nun den schwarzen Rostschutz komplett deckt und auch getrocknet ist, werden nun die Zündspulen montiert und die Zündkabel wieder in der richtigen Reihenfolge angeschlossen. Im Anschluss daran soll der Kabelbaum gebunden werden. Dazu muss noch die Stromversorgung für die linke Elektrobox gelegt werden. Dort soll ja wieder die Steuerelektronik für die Stroboskopblitzer und die Stromversorgung für die Rundumkennleuchte eingebaut werden. Die notwendigen Leitungen für die Bremsleuchte müssen ebenfalls verlegt werden und der korrekte Anschluss des Bremskontaktes muss nun erfolgen. |
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Die viel zu langen Leitungen im Kabelnetz werden gekürzt, und zu kurze Leitungen werden verlängert. Dann kann es daran gehen, den Kabelbaum tatsächlich zu binden. Zuerst muss das Konzept, wie der Kabelbaum später verlegt sein soll stehen. Dann werden die Kabel in etwa 30 cm Abschnitten mit Isolierband grob gebündelt. Dabei werden die einzelnen Kabel schon so gezogen, dass sie zwischen den Abschnitten die selbe Länge haben. Die Abzweigungen werden zunächst grob mit Isoband fixiert. Erst wenn die Leitungen auf diese Weise fertig sortiert und in etwa passend abgelängt sind, werden die Abzweigungen im Kabelbaum fertig gebunden. |
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Auf diese Weise erhält man einen recht einfach zu beindenden Leitungsstrang der fast ohne Abzusetzen gebunden wird. Nachdem der Kabelbaum fertig gebunden und verlegt ist, wird das Bodenblech wieder montiert. Anschließend werden die Vergaseranschlüsse fertig geschweißt und ebenfalls montiert. Was hier jetzt noch fehlt, ist der Anschluss der Vergaseranschlüsse an den Vergaser. Der Vergaser hat ja keinen Flansch sondern ist einfach nur rund. Es ist ein geeigneter Schlauch inklusive Schlauchschellen zu finden. |
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Das Wetter ist momentan sehr schön und geeignet ein paar schöne Fotos zu schießen. Also wird der Tank montiert und das Kart vom Kartwagen gehoben. Das Kart kommt auf die Straße und wird fotografiert. Es bleibt natürlich nicht aus, dass einige Passanten sich neugierig einfinden und das Kart bewundern und anfangen die üblichen Fragen zu stellen: Leistung, Höchstgeschwindigkeit, Bauzeit, Baukosten usw. Na ja, jetzt steht wieder eine volle 5 Tage Woche bevor, in der sich um Materialbeschaffung gekümmert werden kann. Aber erst mal ist Sonntag, ich werde den Hirth-Speed-Club auf dem Hockenheimring besuchen. |
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Die to do Liste sieht nun folgendermaßen
aus: |
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| Tätigkeit | Material vorhanden |
Fertigstellungsgrad |
| - Vergaser montieren. | ja | 0% |
| - Anschluss der Bremsleuchte. | ja | 0% |
| - Anschluss und Verlegung der Bowdenzüge. | ja | 33% |
| - Montage der Luftfilter | teilweise | 0% |
| - Probelauf des Motors. | - | 0% |
| - Probefahrt. | - | 0% |
| - Verbesserung des Einbaus der Stroboskop Blitzer. | - | 0% |
| - Designtechnisch bessere Rundumkennleuchte. | nein | 0% |
| - Lösung für onboard Videoaufnahmen. | nein | 0% |
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Letzte Änderung: 18.11.2007