August 2006
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Nun ist auch das Winkelstück für Stahlflex eingetroffen. Die Bremszange kann nun endlich angeschlossen und festgeschweißt werden. Das funktioniert nach dem selben Prinzip wie es auch schon bei den vorderen Bremszangen praktiziert wurde. Bremsleitungen anschließen, Bremse entlüften, Bremse positionieren, Bremse betätigen damit sich die Zange exakt zur Bremsscheibe ausrichtet und dann anpunkten. Dabei ist es sehr hilfreich wenn man zu zweit ist. |
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Die Bremszange ist eigentlich für innenbelüftete Bremsscheiben gebaut. Damit sie auch bei der einfachen Bremsscheibe greifen kann, werden zwischen Bremskolben und Bremsbeläge Distanzscheiben eingefügt. Auf diesem Bild sieht man die Distanzscheiben recht gut. Ebenso den schön kleinen Spalt zwischen den Bremsbelägen und der Scheibe. |
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Hisak hat den Vorratsbehälter für die Hydraulik fertig. Das dauerte etwas länger weil sich die an sich einfach aussehende Aufgabe als komplizierter herausgestellt hat als anfänglich angenommen. Die Schwierigkeit bestand nämlich darin, zum einen das Gewinde für den Deckel in das dünnwandige Gehäuse zu schneiden und zum anderen, das Bodenstück einzulöten. Es wurde dann aber noch rechtzeitig fertig. Und: 1a Qualität. Der Vorratsbehälter wird mit gummierten Rohrschellen am Überrollbügel befestigt. |
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Nun werden alle Schlauchverbindungen fest gezogen. Das System wird mit der empfohlenen Flüssigkeit gefüllt. Das war auch so eine Geschichte... Empfohlen ist zum Beispiel das Öl "Aral Vitan GF32". Also war ich bei einer gut sortierten Aral Tankstelle. So eine, wo es frisch gebackene Brezeln gibt, wo man Konserven, Zucker, Kaffee, Schnaps, Sekt und Zigarren kaufen kann. Sprit verkaufen die sogar auch noch. Also eine Tanke, die für alle denkbaren Lebenslagen gewappnet ist. Als ich aber der freundlichen Kassiererin meinen Wunsch kund tat, einen halben Liter Aral Vitan GF32 käuflich erwerben zu wollen ward mir nur ein verständnisloses und leicht dümmliches Grinsen zuteil. |
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So was muß man auskosten. Ich
also noch in die gleiche Kerbe gehauen und wollte von dem fachlich geschulten
Personal in Erfahrung bringen, wann ich es denn holen könne wenn
sie es jetzt bestellen würden. Die haben das übrigens nicht. Netter Versuch. Ich habe Mitleid mit den vielen Leuten hinter mir in der Schlange und beschließe diese leicht peinliche Situation zu beenden. Fazit : Schuster bleib' bei deinen Leisten. Eine Tankstelle sollte Sprit verkaufen und das übrige zum Geschäftsfeld passende Sortiment. Und wenn irgendwo Aral drauf steht, dann sollte auch Aral drin sein - und keine Würstchenbude. Na ja, dann geh' ich mal auf Verdacht zu unserem örtlichen Werkzeugfachgeschäft und frage da nach. Der Verkäufer zaubert aus einer Schublade eine Liste mit vergleichbaren Ölen, weist mir so nach, dass sein Pneumatiköl für Pneumatikwerkzeuge auf meine Anforderungen passt und verkauft mir dann auch welches. Warum denn nicht gleich so ?! Nun wird also das Hydrauliksystem befüllt. Dummerweise lassen sich die Zylinder nur im Ölbad vollständig entlüften. Aber für einen ersten Test geht's bestimmt auch so. Also werden nur die Leitungen entlüftet und die Zylinder normal gefüllt. Als dann endlich die meiste Luft draußen ist, stellt sich's heraus, dass das Öl doch zu dickflüssig ist. So kurz vor dem SBT will ich keine Experimente machen, ich beschließe auf bewährtes zurückzugreifen - Die Schaltung wird rein mechanisch über Gestänge angesteuert werden. |
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Also ab ins Internet(t) und mal geschaut wo man Kugellager her bekommt. Weil der Motor in der Mitte platziert ist, müssen nämlich zwei Umlenkwellen realisiert werden. Die erste um vom unteren Lenksäulenlager nach außen zu kommen, dann verläuft links am Sitz vorbei eine Schubstange und hinter dem Sitz wieder in die Mitte zurück auf die Höhe der Schaltwelle am Motor. Bei www.mercateo.com werde ich fündig. |
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Nun werden Lagerschalen vorbereitet. Die Maße der Lager sind ja bekannt. Passende (12mm) Bleche werden ausgeschnitten und gebohrt. Zuerst werden die Löcher längs durch die Bleche mit 5mm Bohrungen versehen. Dann geht's zu Weber. Dort gibt's einen 30mm Bohrer mit dem die großen Löcher gebohrt werden. Anschließend werden die Lagerschalen mit der 1mm Trennscheibe halbiert. Die kleinen Löcher werden weiter bearbeitet. Die untere Hälfte der Lagerschale erhält ein 6mm Gewinde, die obere Hälfte eine 6,5mm Bohrung und ein 10mm Sackloch zur Aufnahme der Köpfe der Inbusschrauben mit denen die Kugellager in die Lagerschalen eingespannt werden. |
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Dann ist Mittagspause. Sehr praktisch ist, dass genau während ich zu Tisch bin, UPS klingelt und die Kugellager liefert. Das nenne ich just in time. Die Lager werden sogleich in die Lagerschalen eingespannt. Dann werden 4 weitere Lächer gebohrt. Die Kugellager sind zwar mit Deckscheiben ausgestattet, ich will aber trotzdem Staubschutzbleche anbauen. |
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Die Staubschutzbleche sind schnell ausgeschnitten und montiert. |
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Nun fehlt nur noch das Loch zum Durchstecken der Welle. |
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Als die Lagerschalen fertig sind, wird das Konzept für die Hebel- und Gestängeführung erstellt. Wichtig ist es, dass die Schaltwippe ebenso funktioniert wie beim anderen Kart. Rechts ziehen - runterschalten. So kann man nämlich mit der linken Hand kuppeln und mit der rechten Hand den ersten Gang einlegen. Alle Schweißverbindungen werden erst mal nur geheftet, damit Änderungen leichter möglich sind. |
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Die Umlenkwelle vorne verläuft über die gesamte Breite des Karts. Ein Durchbiegen der Welle beim Schalten wird erst mal in Kauf genommen. Später sollte sich's herausstellen, dass das zu viel Spiel verursacht. Es wird unter den kritischen Anlenkpunkt in der Mitte einfach ein Blech geschweißt an dem sich die Welle "abstützen" kann. |
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Für die Anlenkung von der Wippe weg kann das selbe Loch verwendet werden, an dem auch der Hydraulikzylinder befestigt worden wäre. |
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Die hintere Umlenkwelle findet zwischen der linken Elektrobox und dem Überrollbügel Platz. Letztes Jahr hatte ich einmal 3 Laptimer gekauft. Nun bin ich wieder drüber gestolpert. |
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| Obwohl man ja eigentlich
beim Safety Kart keinen Laptimer brauchen sollte, wird trotzdem mal einer
montiert. So können nun mal endlich Rundenzeiten exakt gemessen werden.
Wenn man sich dann mit anderen unterhält, weiß man wenigstens
worüber man spricht.
Die Montage des Laptimers ist recht einfach. In das Bodenblech aus Aluminium werden im passenden Abstand einfach zwei Löcher gebohrt in die die Gummitüllen des Sensors (ein Reedkontakt) eingebracht werden. Der Sensor selbst wird dann dadurch mit zwei Kunststoffschrauben angeschraubt. Der Rest wird mit Kabelbindern befestigt. |
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Nun ist alles was konstruiert werden muß erledigt. Die Schaltwippe funktioniert zufriedenstellend und auch der Chokezug für den ich die Bedienhebel einer alten Rennrad- Gangschaltung recycled habe arbeitet korrekt. Nun wird alles zuerst mit Rostumwandler grundiert und anschließend rot gestrichen. |
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Der knappen Zeit wegen wird alles im montierten Zustand gestrichen. |
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Nur die Schaltwippe wird zum streichen zerlegt. In der Zwischenzeit ist auch die Blei-Gel Batterie angekommen. Eine schöne fette 22AH Batterie :-) Damit diese ihren Platz einnehmen kann, muß die komplette rechte Elektrobox weiter nach vorne verlegt werden und nach hinten verlängert werden. Für einen Deckel reicht die Zeit nicht. Sie wird mit einem Riemen gegen herausfallen gesichert. Der Sitz bekommt auch so eine Anschraubbefestigung wie beim Schwabenkart so dass man den Sitz ein- und ausbauen kann ohne an die Unterseite des Karts heran zu müssen. |
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Schließlich werden noch die alten Reifen die zwischenzeitlich montiert gewesen sind durch neue Sliks ersetzt. Das Safety Kart wird seine Jungfernfahrt beim SBT auf dem Harzring absolvieren. Der Belag dort ist mir noch vom letzten Mal als "Profilfresser" in Erinnerung. Die Seitenkästen werden wieder montiert und die Stroboskop Blitzer werden angeschraubt. Anschließend wird das Kart auf die Räder gestellt und meinen beiden "Testpersonen" zur Begutachtung überlassen. |
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Ich hatte dann auch noch einen Film gedreht, der die Blitzer und die Rundumkennleuchte in Aktion zeigt. Leider ist die Mini DV Kasette in der Kamera doch schon recht alt. Als das Kart bereits im Anhänger verladen war, schaute ich den Film an. Da war aber leider nichts drauf. Aber egal. Während dem bevorstehenden SBT entstehen sicherlich genügend Aufnahmen des Karts in Aktion. Die können dann unter "Events" angeschaut werden. Das Safety Kart entspricht nun konstruktiv meinen Vorstellungen. Na ja... vielleicht noch etwas schlecht motorisiert, aber da wird sich bestimmt irgendwann etwas ergeben. |
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Letzte Änderung: 26.11.2006