Dezember 2006
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Ich war eine Woche auf Geschäftsreise. Vor Antritt der Reise habe ich schon mit einem Werkstattkran geliebäugelt, den es über ebay zu kaufen gibt. Nur sofort kaufen wollte ich nicht. Dazu war ich zu lang unterwegs. Ich wollte von unterwegs aus bei ebay zuschlagen und dann den Kauf schnell abwickeln. Leider kam ich plötzlich nicht mehr online. Ich bat also Manfred, für mich diesen Kran zu ersteigern. Letzten Freitag holte ich den Kran dann beim Verkäufer ab und baute ihn gleich auf. Das Chassis vom Safetykart wurde damit auf den Kartwagen gehoben und der Motor wurde anprobiert. |
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Bedauerlicherweise ist der Motor so breit, dass er nicht in den Überrollbügel hineinpasst. Also muß der Überrollbügel ab. Leider. Das macht mehr Arbeit als geplant denn das Safetykart soll später wieder mit Überrollbügel da stehen. Weniger wegen der Sicherheit, eher wegen der unverwechselbaren Optik und vor allem wegen dem Spoilertank der die Vergaser mit Fallbenzin versorgt. Man spart sich dadurch die Kraftstoffpumpe. Jetzt wo die Flex schon mal ausgepackt ist, werden auch die alten Motoraufnahmen entfernt. sie lassen sich auch nicht weiter verwenden. |
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Der Motor wird auf's Chassis gesetzt und mit Holz auf dem Rahmen so fixiert wie er eingebaut werden soll. Wichtig ist hier, dass bereits mit einer Kette Maß genommen wird damit der Abstand zwischen Motor und Hinterachse genau so groß ist, dass die Kette nicht zu locker und nicht zu stramm ist. Das bedeutet auch, dass bereits die Übersetzung fest stehen muss. Ein späterer Wechsel ist nur noch in eingeschränktem Maße möglich. Bei 65 PS und 49 Nm Drehmoment ist es besser den Motor fest einzubauen. Bei der derzeit gewählten Übersetzung (16Z vorne 19Z hinten) wird eine Höchstgeschwindigkeit von 207 km/h erreicht.. |
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Dieser Wert dürfte in Oschersleben mit Verkleidung realistisch sein. Das Spendermotorrad ist mit 200 km/h (durchgehende Sitzbank für 2 Personen) bzw. 195 km/h (Einsitzer mit Verkleidung) angegeben. ((Wundert mich zwar, ist aber so)) Etwas Sorgen bereitet noch die stark geneigte Einbaulage des Motors. Hier muss noch geklärt werden inwieweit das die Ölversorgung beeinträchtigt und inwieweit eine steilere Kettenführung nach baulichen Änderungen am Motor möglich ist. |
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Vielleicht kann man ja irgendwas am Gehäuse wegflexen damit die Kette steiler nach unten verlaufen kann ? Das kann man erst beurteilen wenn der linke Seitendeckel abgeschraubt ist. Also. Die Kette läuft schön über einer Ausbuchtung des Getriebegehäuses. In diese Ausbuchtung eingebracht sind der Öleinfüllstutzen, die Schaltwelle und der Neutralschalter. Wenn hier tatsächlich etwas weggeschnitten würde, stößt man also tatsächlich auf Öl. Die Kette kann also nicht steiler nach unten verlaufen. Der Motor muß also nach hinten geneigt werden wenn er im Kart verbaut werden soll. |
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Es gibt nun genau zwei Alternativen die bei meiner Werkzeugausstattung in Frage kommen. Entweder der Motor kann geneigt eingebaut werden ohne dass die Schmierung unterbrochen wird, oder ein anderer Motor muss her. Um zu prüfen ob es zu erwarten ist, dass die Schmierung durch eine stark geneigte Einbaulage abreißt, muss ich mir Klarheit darüber verschaffen wie die Steigleitung aussieht und wo in der Ölwanne sie eingebaut ist. Also Ölwanne abbauen. Das große runde Ding im Bild ist der Filter der vor der Steigleitung angebracht ist. |
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Dieser doch recht großflächige Ansaugstutzen ist auch sehr dicht über dem Boden der Ölwanne angebracht. Dadurch, dass der Ölsumpf nicht sehr groß ist, ist nicht sehr viel Öl notwendig, dass die gesamte Ansaugfläche komplett ins Öl eingetaucht ist - auch nicht wenn der Motor schräg eingebaut ist. Es kann also dieser Motor eingebaut werden. Zum Glück, denn wie ich mich erinnere wurde der Motor nicht gerade nach konstruktiven Merkmalen ausgesucht sondern viel mehr wegen dem Preis. |
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Also kann jetzt das Chassis für den Einbau des Motors vorbereitet werden. Die Querstrebe hinter der Sitzstrebe kann ausgebaut werden. Sie diente bisher der Aufnahme der vorderen unteren Motorhalterung. Sie kann für den neuen Motor so nicht verwendet werden. Die Haupthalterung an diesem Motor ist hinten. Also wird die Strebe herausgeschnitten und zwar möglichst so, dass sie weiter hinten wieder eingeschweißt werden kann. Der ungefähre neue Einbauort des Querrohres wird ermittelt und das Chassis in der Umgebung von Farbe befreit. |
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Das Querrohr wird an der neuen Position eingeschweißt. Es ist darauf zu achten, dass das Rohr möglichst im 90° Grad Winkel zur Fahrtrichtung eingebaut wird. So werden die Kräfte des Motors gleichmäßig auf beide Seiten des Chassis eingeleitet was wichtig ist für ein neutrales Lastwechselverhalten. |
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Zum Ermitteln wie groß die Ösen für die hintere Motorhalterung sein müssen, wird eine Kette mit der richtigen Länge hergestellt und montiert. Zwei Ösen zum Anschweißen an das Rohr werden aus 2mm starkem Flacheisen hergestellt. Ich verwende so starkes Material weil ich die Halterung so weit unten wie möglich haben möchte. Da wird kein Platz zum Einbau sinnvoller Querverstrebungen sein Hier im Bild sieht man den Motor wie er bereits montiert ist. Er wird durch die beiden Befestigungen und die Kette gehalten.. |
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Probehalber wird der Sitz montiert. Hier zeigt sich, dass zwischen den Krümmern und dem Rücken des Fahrers nicht viel Platz sein wird. Es wird notwendig sein, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen, wie die Hitze vom Fahrer fern gehalten wird. |
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Letzte Änderung: 14.01.2007